Wiener Theaterblut

theaterEine Mordserie im Theatermilieu als hintergründige Satire auf den Wiener Kulturbetrieb.

„Ich hasse das Theater“, erklärt Maximilian Diabelli, Sproß der berühmten Wiener Schauspielerdynastie Diabelli, Opfer der Kulturbeflissenheit seiner Pflegemutter, Dramaturg wider Willen und erfolgloser Fotograf. Mit gutem Grund. Gerade eben hat er die schöne junge Schauspielerin Carla Winheim noch als spärlich bekleidetes Gretchen fotografiert – jetzt liegt sie tot in ihrer Garderobe, ermordet mit drei Messerstichen. Wer hat die allzu lebensfrohe Nachwuchshoffnung einer der ersten Wiener Bühnen auf dem Gewissen? Der charismatische Theaterdirektor Leopold Waller, der ein Verhältnis mit ihr gehabt hat, oder doch die Erzrivalin Andrea Wohral? Noch ist diese Frage nicht geklärt, da scheinen die Ereignisse dem Theateraberglauben vom Gesetz der Serie recht zu geben: Bald gibt es ein zweites Opfer zu beklagen.

Als Max zum Hauptverdächtigen wird und seine Jugendliebe Manu, das neu ans Haus engagierte süße Mädel, ernsthaft Gefahr läuft, Mordopfer Nummer drei zu werden, macht er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Zwischen Stars und Sternchen, falschen Fährten und anonymen Briefen, Peep-Shows, Kulturevents und Premierenfeiern taumelt der Amateurdetektiv der höchst überraschenden Lösung entgegen.

René Freund ist ein spannender Krimi gelungen, der zugleich die Geschichte einer Selbstfindung und eine vergnügliche, schwarz-humorige Persiflage auf die Kulturszene der österreichischen Metropole ist.

Wiener Theaterblut
Roman
224 Seiten,
Leinen mit Schutzumschlag
ISBN 3-85452-452-8
18,90 € / sfr 33,40